Süße Tierbilder erhöhen deine Konzentration

Japanische Forscher haben in einer Studie herausgefunden, dass das Anschauen von süßen Tierbildern die Konzentration erhöhe- zumindest für eine kurze Zeit.

Ich gestehe: Ich folge sehr vielen Facebook-Seiten, die regelmäßig Tierbilder posten. Diese schaue ich mir auch sehr gerne an und dabei kann es vorkommen, dass ich manchmal auch ein wenig die Zeit aus den Augen verliere. Und ehe ich mich versehe, sind mal wieder 10-15 Minuten vorbei.

Doch anstatt wie früher es der Fall war, ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich ja mal wieder so viel Zeit verplempert habe, kann ich jetzt sagen, dass ich etwas zur Verbesserung meiner Konzentration und damit meiner Produktivität getan habe! Jawohl!

Bereits im Jahr 2009 wurde durch eine Studie belegt, dass das Anschauen süßer Objekte die Fingerfertigkeit erhöhe und beispielsweise das Spielen von Computerspielen verbessere. An die Erkenntnisse dieser Studie anknüpfend, ist nun ein Forscherteam der Hiroshima University mithilfe von drei Experimenten der Frage nachgegangen, welche Arten der Konzentration durch die Bilderschau verbessert werden.

Am Anfang der Studie definierten die Wissenschaftler, was im Experiment als „süß“ verstanden werden sollte. Letztendlich einigten sie sich auf das sogenannte Kindchen-Schema- also große Augen und ein rundes Gesicht.

Im ersten der drei Experimente wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt und bekamen entweder Bilder von Tierkindern (Gruppe 1) oder bereits ausgewachsener Tiere (Gruppe 2) gezeigt.

Direkt im Anschluss mussten sie ein Spiel spielen. Die Teilnehmer, die die Bilder mit den Tierkindern gezeigt bekommen hatten, waren erfolgreicher und schneller fertig.

Das gleiche Ergebnis lieferte auch das zweite Experiment, bei dem es darum ging, das Auftauchen einer bestimmten Zahl zu verfolgen. Wieder schnitten die Teilnehmer, die zuvor süße Tierbilder gezeigt bekommen hatten, besser ab.

Keine Verbesserung der allgemeine Leistungsfähigkeit des Gehirns

Im dritten Experiment ging es dann darum, einen Buchstaben zu identifizieren, der vor den Probanden aufflackerte. Hier schnitten beide Testgruppen gleich gut ab. Hieraus zogen die Forscher den Schluss, dass das Anschauen von süßen Tierbildern zwar einen positiven Effekt auf die Konzentrationsfähigkeit habe, jedoch die allgemeine Leistungsfähigkeit nicht verbessere.

Auf die Frage, warum das so sei, haben die Forscher bisher noch keine schlüssige Antwort.

Hierzu müsse zunächst der psychologische Zustand hinter dem Gefühl, etwas niedlich zu süß zu finden, erforscht werden. Dabei müssen jedoch kulturelle und auch geschlechtliche Unterschiede in die Betrachtung miteinbezogen werden.

Bitte gib die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.