Die Frau, die keine Angst kennt

Spukhäuser, dunkle, einsame Gassen, Friedhöfe, Kakerlaken, Schlangen, Spinnen....es gibt einfach nichts, das einer Frau aus den USA Angst einjagen könnte.

Aufgrund einer seltenen Gehirnkrankheit ist die 48jährige Amerikanerin, deren Identität geheim bleiben soll, nicht in der Lage, Furcht zu empfinden. Die Krankheit ist bekannt als „Urbach-Wiethe-Syndrom“ und hat bei ihr Teile der Amygdala beschädigt- dem Teil des Gehirns, der wesentlich an der Entstehung von Angst und der Bewertung möglicher Gefahrsituationen beteiligt ist.

Mittlerweile ist sie Teil eines Forschungsprojektes an der Universität Iowa. Die Wissenschaftler, mit denen sie zusammenarbeitet, haben bereits alles mögliche versucht, um bei ihr Angstgefühle auszulösen, aber bisher hat nichts funktioniert. Tatsächlich hat sie sogar schon einige echt gefährliche Dinge in ihrem Leben erlebt. So wurde sie schon mal mit einer Waffe und einem Messer bedroht und war Opfer von häuslicher Gewalt, aber selbst diese Erlebnisse haben ihr keine Angst gemacht.

Das alles klingt auf den ersten Blick nach einer ziemlich coolen Superhelden-Fähigkeit. Denkt man jedoch ein bisschen weiter, kommt man auf den Gedanken, dass ein solches Leben, wie diese Frau es hat, ganz schön gefährlich sein kann. Angst hat ja schließlich auch etwas mit Selbstschutz zu tun und soll uns davor bewahren, uns in all zu gefährliche Situationen zu begeben. Stell dir doch mal vor, du bist nachts alleine auf dem Weg nach Hause. Die Straßen sind menschenleer und es ist totenstill. Auf einmal bemerkst du, dass du von einer dunklen Gestalt verfolgt wirst, die sich schnellen Schrittes nähert. Vermutlich würde spätestens an dieser Stelle dein Puls hochgehen und du würdest ein wenig schneller laufen. Und das ist auch gut so.

Die Forscher der Universität Iowa erhoffen sich von der Zusammenarbeit mit der „furchtlosen Frau“ neue Erkenntnisse über die Funktionsweise der Amygdala. Sie wollen Patienten helfen, die unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden. Das Leben einiger von dieser Krankheit betroffenen Menschen wird so dermaßen von Angst dominiert, das sie sich kaum trauen, vor die Tür zu gehen

Bitte gib die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.